
Neues Robotik-System für den Kniegelenkersatz
Das St. Josef Krankenhaus Werden setzt neue Maßstäbe in der orthopädischen Versorgung: Beim Kniegelenkersatz unterstützt ein innovatives Robotiksystem das Team im OP. „Die robotische Assistenz ist die konsequente Weiterentwicklung klassischer navigationsgestützter OP-Verfahren, die exakte Messdaten etwa zur Achsausrichtung oder Implantatposition liefern. Der neue Skywalker geht einen Schritt weiter und ergänzt diese Informationen durch eine aktive Assistenz während der Operation. Damit setzt unser Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung auf die nächste Entwicklungsstufe des computerassistierten Gelenkersatzes“, erklärt Prof. Dr. med. Hansjörg Heep, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.
In der Knie-Endoprothetik entscheiden oft Millimeter über den langfristigen Erfolg und das natürliche Gefühl beim Gehen. Um eine maximale Passgenauigkeit des neuen Gelenks zu ermöglichen, kombiniert das System die präzise 3D-Planung, basierend auf hochauflösenden CT-Bildern, mit der roboterassistierten Durchführung. Bereits vor dem ersten Schnitt und während des gesamten Eingriffs wird die individuelle Anatomie und die genaue Bandspannung des Patientenknies in Echtzeit erfasst. Auf Basis dieser Daten errechnet die Software die mathematisch und funktionell optimale Position für das Implantat und die Schnittführung.
Sicherheit und Präzision
Während des Eingriffs führt der Operateur die Instrumente weiterhin selbst, doch der Roboterarm sorgt dafür, dass die Schnittebenen mit absoluter Perfektion und im Submillimeterbereich eingehalten werden. Dies schont das umliegende Weichgewebe, die Muskeln und die Bänder des Patienten. „Der Roboter operiert nicht alleine. Die Entscheidungskompetenz und die chirurgische Erfahrung liegen zu jeder Sekunde vollständig in unseren Händen“, betont der Klinikdirektor. „Aber das neue System gibt uns ein Werkzeug an die Hand, mit dem wir die Implantate absolut präzise und individuell auf die Biomechanik des einzelnen Patienten ausrichten können. „
Mit der Einführung dieser Technologie unterstreicht das St. Josef Krankenhaus Werden seine Rolle als führende medizinische Einrichtung für moderne Orthopädie in der Region. Die roboterassistierte Chirurgie minimiert das Risiko von Fehlausrichtungen, senkt die Wahrscheinlichkeit von Folgeoperationen und erhöht die Haltbarkeit der Prothesen signifikant.
Für Patientinnen und Patienten des Krankenhauses ist das neue Verfahren ab sofort im klinischen Einsatz verfügbar. Die Kosten für den roboterassistierten Eingriff werden im Rahmen des stationären Aufenthalts regulär über die Krankenkassen abgerechnet.
Informationstag zum Hüft- und Kniegelenkersatz
Über den Weg zum Hüft- und Kniegelenkersatz klären Klinikdirektor Prof. Dr. med. Hansjörg Heep und Oberarzt Dr. med. Stephan Feulner am 9. September ab 16.00 Uhr im Deichmann-Auditorium am Universitätsklinikum Essen auf. Im Fokus stehen gängige Verfahren und der Ablauf rund um die OP. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.